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Die Tribal - Style - Kleidung

Zum typischen Tribal Dance Kostüm, das von FCBD und Gypsy Caravan geprägt wurde, gehören:
 

* ein weiter Stufen-oder Tellerrock

* ein Quastengürtel

* ein bauchfreies Bustier (Choli), das im Rücken mit Bändern geschlossen wird

* darüber ein Münz-BH

* ein Turban, der meist aus mehreren Tüchern gewickelt wird.

* ein Kopfschleier, der am Turban befestigt und im Gürtel eingesteckt wird. Tragen aber nicht alle Tribal Tänzerinnen die ganze Zeit.

* reichlich, möglichst alten Silberschmuck. Er sollte nicht hellglänzend sein. Auch Gold ist möglich, ist aber seltener anzutreffen.  Stein-,Muschel-oder Holzketten unterstreichen den folkloristischen Character.

Die Stoffwahl

Rock: mittelschwer bis schwerer Stoff, Baumwoll-Leinen, Satin, Brokat, Duchesse.

Choli: weich, möglichst elastisch, Satin, Samt, Pannesamt

Gürtel: kann in einer Bauchtanzgürtelform geschnitten sein oder als Basis ein Tuch oder Fransentuch. Die Quasten / Bommeln / Troddeln in verschiedenen Farben und Größen herstellen und annähen. Die Wolle sollte eher rustikal sein. Auch geflochtene Wollzöpfe sind möglich. Oft werden auch indische Spiegelstücke oder Torhangs zum Gürtel verarbeitet.

Turban: leichte, uni und/oder bedruckte Baumwolle, Seide u.a. Als Basis dient meist ein schwarzes,leichtes Baumwolltuch. Darüber mehrere, verschiedenfarbige Tücher, mindestens 2 Meter lang.

Schleier: leicht bis mittelschwer, möglichst undurchsichtig. Länge 2,50 bis 2,70 Meter, Breite 0,90 bis 1,10 Meter.

Das bekannte Tribal Kostüm von z.B. FCBD ist erst mit der Zeit entstanden. Es hat sich entwickelt aus Versuch und Irrtum, Verbesserungschlägen und Ideen der Tänzerinnen. Erlaubt ist was gefällt! Die Kostüme einer Gruppe/eines Stammes sollten stilistisch ein einheitliches Bild ergeben aber nicht hunderprozentig identisch sein.

Tellerröcke sind mit  weiten Pumphosen darunter die Basis eines jeden Tribal Kostüms. Cholis  sind die Oberteile und haben sowohl lange wie auch ¾ lange Ärmel. Einige haben einen geschl. Rücken, andere sind offen und werden in versch. Weise gebunden. Den Münz-BH wird über den Choli tragen. Oft werden die Cholis mit Sariborten, Spiegelchen u.a. bestickt und bekommen so den individuellen Touch der Trägerin. Schmuck wird im Tribal reichlich getragen (Armreifen, Halsketten, Ringe, Ohrringe...). Der Turban ist eine Variante des Kopschmuckes udn  besteht meist aus mehrern Tüchern. Verziert wird er mit Broschen, Ohrringen und Ketten. Wie bei FCBD haben sich viele Kostüme entwickelt. Von schwarzen Röcken, bis zu farbenfrohen Röcken und Beinkleider.

Körperschmuck

Tribal Tattoos:

Viele Kulturen aus aller Welt haben zu bestimmten Zeiten die Technik des Tätowierens ( oder “Tatauierens”) praktiziert. Das Wort “Tattoo” leitet sich von dem Tahitianischentatau ab und wurde durch Captain Cook geschaffen, der 1771  in einem Buch die Tattaw Praktik, bekannt auf Tahiti, beschrieb. Der Körper wird verziert, indem bestimmte Muster in die Haut gestochen oder geritzt und beständige Farbstoffe darauf aufgebracht werden.

Körperbemalung wird wahrscheinlich schon so lange betrieben wie es die Menschen gibt.

Diese Theorie wird nicht nur durch zahlreiche Nachweise von sehr alten Tattoos unterstützt, sondern auch durch die Tatsache, daß Tattoos weltweit in Zivilisationen, die untereinander weder Kontakt noch Austausch haben konnten, verbreitet waren. In Nordafrika und Südamerika wurden Tätowierungen nicht nur als Stammeszeichen verwendet, sondern auch als magischer Schutz gegen Geister und Krankheiten; nordafrikanische Berber-und Beduinenfrauen trugen Tattos auf Lippen, Wangen, Nase oder Stirn, manchmal auch um die Brüste und auf dem Bauch.

Tattoos sind eine Möglichkeit, uns selbst durch ein Symbol darzustellen. Das Tattoo stellt das Wesentliche dessen, was wir in diesem Augenblick unseres Lebens sind, dar. Das Leben des Individuums hängt vom Zusammenhalt und der Stärke des Stammes ab. Folglich geht die eigene Indentifikation über Zeichen und Symbole des Stammes. Heutzutage muß man kein Tattoo mehr auf Lebenszeit tragen, es gibt temporäre Farben oder sogar fertige Tattoos zum Aufkleben.

Bindis

Bindi leitet sich vom Sanskritwort bindu ab (Tropfen, Punkt) und ist ein glücksverheißendes Symbol.Bindis sind ein fester Bestandteil der indischen Kultur, und bestehen seit Jahrhunderten.

In Indien lassen Bindis Rückschlüsse auf Herkunft und Familienstand ihres Trägers zu (je nach Gegend). Sie werden aber auch dazu benutzt um z.B. Gäste willkommen zu heißen. Heute werden die Bindis meist aufgeklebt. Früher wurden sie mit Kumkum-Pulver aufgemalt welches aus Blättern einer indischen Blume hergestellt wurde. Mittlerweile wird es aber auch zu einer Flüssigkeit verarbeitet. Das Bindi der Verheirateten ist meistens ein roter Punkt, konservative Frauen benutzen noch immer Kumkum dafür.


TRIBAL MAKE UP

Da beim Tribal die Haare unter dem Turban verschwinden, wirkt das Gesicht vom Ausdruck her ganz anders. Deshalb wird auch ein spezielles Make up benötigt. Dies sollte man einige Male in Ruhe zu Hause ausprobieren, bis man “sein eigenes” Make up gefunden hat. Zudem ist es sehr zeitintensiv, einschließlich Bindis und Gesichts- bemalungen.

Beginnen sollte man mit einer hellen Grundierung und dann alles mit hellem oder transparentem Puder abpudern. Die Augen bekommen ein großes Make up durch Lidschatten, möglichst in Naturtönen und nicht farbig, Kajal und Eyeliner. Auch die Augenbrauen werden betont. Einige verwenden auch falsche Wimpern. Ein bräunliches Rouge sollte nicht zu weit seitlich aufgetragen werden. Die Lippen werden in kräftigen und eher dunklen Farben geschminkt. Zum Schluß nach Lust und Laune noch alles schmücken mit Bindis und Gesichtsbemalungen.

Zaghreet/ Sagaritt/Zagrout/Triller

Die Schreibweise ist unterschiedlich und auch die Technik ist verschieden. Ich bleibe der Einfachheit halber bei dem Begriff Zaghreet.

Diese sind in fast allen orientalischen Ländern gebräuchlich. Die Anlässe einen Zaghreet auszustoßen sind vielfältig. Es ist immer ein Ausdruck starker Gefühlsregung ( sowohl im positieven wie auch im negativen Sinne ) und kommt aus dem Bauch.

--- Ausdruck übermäßiger Freude

--- Begrüssung heimkehrender Familienmitglieder

--- Anfeuern einer Tänzerin

--- Ausdruck von Trauer

--- Verabschiedung von Familienmitgliedern

--- auch Protestgeschrei

Beim Tanzen verwenden wir Zaghreets zum Anfeuern und Bestätigen einer Mittänzerin. Da sehr viel Energie dabei in den Raum kommt, überträgt sich diese, gerade beim Tribal, auf die Tänzerin/nen, die ein Solo tanzen. Wir geben sozusagen unsere Energie vom Chorus ab auf die Tänzerin die alleine tanzt. Oder als gesamte Gruppe um die Zuschauer etwas von unserer Power spüren zu lassen. Vor dem Tanzen ist es eine wunderbare Methode um entstandene Spannung abzubauen. Wenn erst einmal die erste Hemmungen gefallen sind, trillert es sich wunderbar

Nun zur Technik: Diese ist ganz einfach, wobei wir zwei verschiedene Arten unterscheiden. 1.) Die Zungenspitze schnell auf und ab an dem Gaumen, bzw. hinter die vorderen Zähne schlagen und dabei einen gleichmäßigen hohen Ton ausstoßen ...hört sich an wie “...la la la...” . 2.) Die Zungenspitze seitlich schnell von rechts nach links bewegen und dabei wie oben den Ton ausstoßen. Dies wird in Ägypten praktiziert.

Wichter Hinweis: Beim Trillern immer die rechte Hand horizontal vor dem Mund legen. Die Linke gilt als unrein. Es hat den Sinn, böse Geister daran zu hindern in den Mund einzudringen und es sieht besser aus.

Tribal Dance

Der Begriff Tribal leitet sich vom engl. Tribe = Stamm / Sippe ab. Folglich könnte man Tribal Dance mit “Stammestänze” übersetzen. Entstanden ist dieser Tanzstil Ende der 60er Jahre an der amerikanischen Westküste. Tribal Dance ist keine authentische Folklore, obwohl er auf den Betrachter aufgrund der Kostüme und Bewegungen so wirkt. Einflüsse verschiedener Zigeunerstämme aus Nordafrika, dem Orient & Indien, aber auch aus dem Flamenco, vereinen sich im Tribal Dance zu einer ethnischen Fusion, die von den Amerikanerinnen geprägt wurde. Die wohl bekanntesten Tribalgruppen in den USA sind Fat Chance Belly Dance ( FCBD) und Gypsy Caravan. Daneben gibt es aber noch viele andere Tribal Dancer. Das Miteinandertanzen steht im Vordergrund beim Tribal Dance. Bei Improvisation ist eine nonverbale Verständigung nötig. Dies können kl. Zeichen sein; Handzeichen oder Blicke, um eine neue Bewegung anzukündigen. Dafür ist die vorderste (linke) Frau zuständig. Sie leitet den Chorus an. Das gleiche gilt für die Vortänzerinnen. Vorne kann sowohl eine Frau als auch mehrere miteinander tanzen. Auf jeden Fall sollte der Chorus, größer sein um den Frontfrauen genügend Background geben zu können. Typisch für Tribal ist die stolze Haltung. Die Armbewegungen sind weich und langsam, oft statisch. Die Hüftbewegungen hauptsächlich erdig und schnell.Die Betonung beim Tribal liegt in der Würde, Macht und Kraft der Frau. Der Stamm erlebt und formt den Tanz jedesmal neu. Die Tänzerinnen erleben gemeinsam die Kraft und Harmonie der Bewegungen und sind verbunden durch die nonverbale Verständigung. Dies begründet die Faszination des Tribal Dance. Zum typischen Tribal Kostüm gehört ein Choli (bauchfreies Bustier mit mindestens halblangen Ärmeln). Darüber tragen die Amerikanerinnen einen Münz-BH, eine Pumphose und ein Stufen-oder Tellerrock, dazu ein Gürtel mit Wollquasten, manchmal darunter noch ein Hüfttuch. Auffällig ist der Turban, viel,  möglichst alter Silberschmuck, das Make up,  welches in Naturtönen gehalten werden sollte und die Gesichtsbemalung.Viele Tänzerinnen tragen auch Henna-Tatoos auf ihrem ganzne Körper.

Die Autorin dieses Textes ist Gabriella,die mit ihrem Stamm Nea´s Tribal zu den ältesten und besten ATS Tribal Dancers/Teachers in Deutschland gehört.DANKE Gabriella für die freundliche Genehmigung deinen Text für meine HP verwenden zu dürfen